Monatshinweise August 2016

Blatthonig im Sommer 2ß016

  Blatthonig im Juli 2016 von Ines Marx

 

 

Im August wird die Grundlage für das Imkerjahr 2017 gelegt.

 

Zunächst sollten wir unsere Völker abschleudern. Da ist jeder Imker gefordert seine Bienen genau zu beobachten. Falls noch Blatthonig, wie im oberen Bild zu sehen, eingetragen wird, warten wir bis Mitte des Monats mit der Schleuderung. Beim Ernten können schon alle alte Waben und Drohnenrahmen herausgenommen werden. Diese werden durch ausgeschleuderte helle Waben ersetzt.

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Jana Schippers bei der Honigernte

Alle alten Waben sollten verschlossen aufgewahrt und so schnell wie möglich eingeschmolzen werden.

So hat die Wachsmotte keine Chance.

 

Falls jedoch schon Varrose Schäden zu erkennen sind, muss sofort abgeschleudert werden. Danach ist eine sofortige Futtergabe notwendig. Nur so beruhigen sich unsere Bienen und geraten nicht in Panik mangels fehlendem Wintervorrat. Ich empfehle mit ca. 5 Liter Flüssigsirup alle Völker eines Standes an zu füttern. Anschließend muss eine Varrose Behandlung erfolgen.

Man kann die Völker durch eine Brutscheune sanieren. Das heißt, das alle Brutwaben in separate Beuten gehängt werden. Pro Wabe sollte eine Handtellergroße Bienenmasse mit hinzu gegeben werden. Nach dem Schlupf können die Bienen mit Milchsäure behandelt und zu Ablegern oder Kunstschwärmen weiter verarbeitet werden.

Falls ausreichend starke Völker vorhanden sind und noch begattete Königinnen zu Verfügung stehen, ist jetzt die Beste Zeit Fluglinge zu erstellen.

Dabei wird auf dem Boden der Beute eine neue Zarge mit ausgeschleuderten Honigwaben und einer Königin im Ausfresskäfig gestellt. Deckel drauf und den Rest des Volkes auf einem neuen Boden einige Meter weiter verstellen. Alle Flugbienen fliegen zum alten Standplatz zurück und bilden dort ein neues Volk ohne von den Altlasten der Brut betroffen zu sein.

Alle anderen Völker werden mit Ameisensäure Verdampfer behandelt. Am Besten hat sich der Nassenheider Professional bewährt, da dieser auch bei niedrigen Temperaturen ausreichend Säure verdunstet. Der Liebig Dispensator funktioniert nur zwischen 20 und 30 Grad.

Beim Umgang mit Ameisensäure oder auch Milchsäure müssen unbedingt Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille getragen werden. Für den Notfall sollte immer Wasser und Backpulver (Natron) in Griffnähe sein. Mittels Natron wird die Ameisensäure neutralisiert, ansonsten frisst sie sich weiter in der Haut ein, abwaschen alle funktioniert nicht. Ich kann das aus leidvoller eigener Erfahrung wirklich empfehlen.

Nach erfolgter Behandlung kann in Ruhe weiter gefüttert werden.

Ich weise auf unsere Veranstaltung hin:

Termin 5: 7. August  2016 bei Michael Wölfel Lehrbienenstand in Braunsrath ab 10 Uhr

Varroabehandlung welche und wie?

Jeder kann kommen, auch nicht Vereinsmitglieder