Monatsbetrachtung Februar 2018

Das Sturmtief Friederike traf unseren Lehrbienenstand in Braunsrath. Gott sei Dank konnten die betroffenen Beute wieder aufgestellt und weg geflogene Deckel wieder aufgelegt werden.

Die Bienen haben es überlebt. Der ein oder andere Stand wurde durch herab stürzende Bäume ebenfalls beschädigt.

Dieser „Winter“ stell alle bisherigen imkerlichen Erfahrungen in den Schatten. Seit November kein wirklicher Forst, dafür Dauerregen. Stände und Zufahrtswege sind nur noch unter erschwerten Bedingungen erreichbar.

Unsere Bienen kommen nicht zur Winterruhe. Teilweise blühen Haselnuss, Schneeglöckchen und Gänseblümchen. Die Weide hat schon starkt ausgetrieben. Welche Auswirkungen das Wetter auf unsere Frühjahrstracht hat, bleibt abzuwarten.

Die ersten Pollenspender im Vorgarten des Bienenstandes

Aktuell sollten Futter Kontrollen, durch leichtes Ankippen der Beute, erfolgen. Falls einige Völker zu leicht erscheinen , können Waben von straken Völker umgehängt werden.

Ansonsten laufen die Vorbereitungen für die neue Saison.

Reinigen der Beuten und Rähmchen, Waben einschmelzen, Begattungskästchen vorbereiten.

Weiterhin sollte man sich einen Materialüberblick verschaffen. Jetzt bestellte Ware ist rechtzeitig einsatzbereit,

Wachsumtausch findet im Verein ab März statt. Wir haben mit der Imkerei Geller eine Firma, welche ab 80 KG eigenes Wachs umarbeitet. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Wer lediglich sein Altwachs eintauschen möchte, sollte Mittelwände nur mit einer Analyse kaufen. 

In den vergangenen Jahren wurde zuviel Paraffin oder ähnliche Stoffe den Wachs beigemischt.

Ein Kohlenwasserstoff von 14 bis 16 % weist ein reines Bienenwachs aus.

Zur aktuellen Faulbrut Situation liegen noch keine weiteren Meldungen vor. Erst ab März/April werden weitere Untersuchungen durch das Veterinär Amt angeordnet werden.

Der zuständige Tierarzt des Kreises Heinsberg, Dr. Vossen, ist mittlerweile Im Prüfungsausschuss des Imkerverbandes Rheinland für neue Bienenseuchensachverstände.