21 Imker aus dem Kreis Heinsberg zu Besuch bei Bayer Beecare in Monheim.

Besuch bei Bayer Beecare in MonheimDSCN1190

Seit 2012 betreiben die Bayerwerke im rechtsrheinischen Monheim das Beecare-Zentrum, dessen Aufgabe es ist, die Auswirkungen der eigenen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel speziell an den Bienen zu erforschen. Immerhin wird die Bestäubungsleistung der Biene weltweit mit rd. 153 Milliarden € angesetzt, das sind fast 10% der Agrarproduktion. In einigen Regionen Chinas, wo die Bienen ausgestorben sind, muss diese Arbeit durch Menschenhand übernommen werden (siehe „Die Biene“ Ausgabe April 2016). Nach einem interessanten Vortrag durch Peter Trodtfeld, den Leiter des Projektes, wurden die von dem Imker vorbereiteten kritischen Fragen offen diskDSCN1194utiert. Es wurde auch uns klar dargestellt was ein neues Varroamittel bis zu seiner Markeiführung etliche Millionen Euro kosten. Dagegen stehen ca. 100000 Euro die jährlich an Varroamittel Verkauft werden. Trotzdem wird weiter geforscht, so gibt es in naher Zukunft neue Varroamittel mit bekannten Wirkstoffen in anderer Darreichungsform um Rückstand in Wachs und Honig deutlich zu verringern. Am Ende dieses ersten Teils waren alle der Ansicht, dass hier wirklich mit offenen Karten gespielt wurde und nicht mit irgendwelchen Sachen hinter der Hand zurück gehalten wurden. Ein Mitarbeiter des Instituts beendete den Vormittag mit dem Satz: „Ich esse das gleiche Gemüse, das gleiche Fleisch und das gleiche Obst wie Sie, und ich will verd………mal wissen, was auf dem Teller liegt.“ Am Nachmittag stand dann die Besichtigung einiger Arbeitsbereiche und Forschungslabors an. Sehr ausführlich wurde das Thema Rückstandsanalytik behandelt. Hier wurDSCN1196de den Imkern gezeigt, mit welchem personellen und materiellen Aufwand hier gearbeitet wird.
Am Ende der Veranstaltung waren alle Teilnehmer mit dem Angebot, dass von Peter Wehner und Michael Wölfel organisiert wurde, sehr zufrieden.

Monatshinweis April

Der Frühling setzt sich langsam durch.
Starke Völker müssen mit dem Beginn der Kirschblüte einen Honigraum über Absperrgitter aufgesetzt bekommen.
Dazu werden 7 bis 8 Mittelwände und 2 bis 3 ausgebaute Wabe in den Honigraum gesetzt.
Im Brutraum wird ein Rähmchen mit Anfangsstreifen, aus einer Mittelwand, als Drohenrahmen plaziert.
Mit der Kirsch- und Rapsblüte werden vermehrt Pollen eingetragen. Diese und frischer Nektar engen sehr schnell das Brutnest ein. Daher können in regelmäßigen Abständen diese Waben nach oben gehängt und durch Mittelwände ersetzt werden. Ansonsten droht sehr schnell eine Schwarmstimmung in den Völkern.
Schwache Ableger müssen überprüft werden. Falls die Königinn noch ein kleines Brutnest anlegen kann, sollten alle alten Waben entfernt und durch ausgebaute helle Waben ergänzt werden. Auf ausreichende Futterversorung ist zu achten. Diese Ableger können im Laufe der nächsten Wochen durch Brutwaben von starken Völker verstärkt werden.
Schwache oder verkotete Bienenvölker sollten aufgelöst werden. Eine Sanierung dauert zu lange und eine Tracht ist mit diesen Völkern nicht zu erwarten.

Michael Wölfel

 

Sicherheitsschulung

Am 6. März 2016 fand im Gangelter Freiwildgehege,auf dem dortigen Lehrbienenstand, eine Sicherheitsschulung statt. Aus den verschiedenen Vereinen kamen 16 interessierte Imker/innen und ließen sich von Ron Louis und Michael Wölfel im DSCN1186richtigen Umgang mit Ameisensäure und anderen Substanzen,welche bei der Varroabehandlung Verwendung finden,unterweisen.

Schnell wurde klar, dass nicht nur für die Bienen das richtige und zugelassene Mittel eingesetzt werden muss, sondern auch die Gesundheit der Imker, bei der Behandlung wichtig ist.

Der Anwenderschutz stand daher im Mittelpunkt der Imker.

Von den anwesenden Imkern wurde der Wunsch geäußert, eine solche Sicherheitsschulung zu wiederholen.

Weitere Wiederholungstermine werden nach Absprache angeboten.

Wer noch Fragen hat, kann sich unter der Email Adresse ron.louis@gmx.de. wenden.

Einen besonderen Dank gilt den Teilnehmern und dem Imkerverein Selkant für den  zur Verfügung gestellten Lehrbienenstand.

 

Umgang mit Gefahrstoffen
Allgemeine Sicherheitshinweise und Informationen  zu den einzelnen Chemikalien,
Lagerung, Handhabung
 
Persönliche SchutzausrüstungDSCN1183
Schutzbrille, Handschuhe, Atemschutz, Kleidung
 

DSCN1184