Monatshinweis April

Der Frühling setzt sich langsam durch.
Starke Völker müssen mit dem Beginn der Kirschblüte einen Honigraum über Absperrgitter aufgesetzt bekommen.
Dazu werden 7 bis 8 Mittelwände und 2 bis 3 ausgebaute Wabe in den Honigraum gesetzt.
Im Brutraum wird ein Rähmchen mit Anfangsstreifen, aus einer Mittelwand, als Drohenrahmen plaziert.
Mit der Kirsch- und Rapsblüte werden vermehrt Pollen eingetragen. Diese und frischer Nektar engen sehr schnell das Brutnest ein. Daher können in regelmäßigen Abständen diese Waben nach oben gehängt und durch Mittelwände ersetzt werden. Ansonsten droht sehr schnell eine Schwarmstimmung in den Völkern.
Schwache Ableger müssen überprüft werden. Falls die Königinn noch ein kleines Brutnest anlegen kann, sollten alle alten Waben entfernt und durch ausgebaute helle Waben ergänzt werden. Auf ausreichende Futterversorung ist zu achten. Diese Ableger können im Laufe der nächsten Wochen durch Brutwaben von starken Völker verstärkt werden.
Schwache oder verkotete Bienenvölker sollten aufgelöst werden. Eine Sanierung dauert zu lange und eine Tracht ist mit diesen Völkern nicht zu erwarten.

Michael Wölfel

 

Monatsbeitrag März

Monatsbetrachtung März 2016

Der März beginnt relativ kühl. Dennoch brüten unsere starken Völker und sitzen in einer lockeren Traube oder haben diese schon ganz aufgelöst.

Der Futterverbrauch steigt auf 3 bis 4 Kilo. Daher ist eine Kontrolle wichtig. Für mich gibt es nicht unschöneres, als ein verhungertes Bienenvolk.

Bei steigenden Temperaturen sollten die Mäusegitter entfernt werden, da die Weidenblüte unmittelbar bevor steht. Schwerbeladene Sammlerinnen können so ihre wertvolle Fracht direkt in den Bienenstock transportieren. Sie sind auch ein Zeichen für weiselrichtige Völker.  Schlecht legende, schwache oder drohnenbrütige Völker erkannt man daran, dass nur einzelne Bienen mit kleinen Pollenhöschen heimkehren.

Spätestens jetzt sollten Beuten und Mittelwände vorbereitet und die persönliche Ausrüstung wieder griffbereit sein.  Smoker, Handschuhe und Schleier werden zwar nicht immer benötigt, sind aber je nach Laune der Bienen hilfreich.

Wer außerhalb der Kreisgrenze wandert muss rechtzeitig ein Gesundheitszeugnis beim Veterinäramt beantragen. Bei Völker Kauf oder Verkauf ist ebenfalls auf ein Gesundheitszeugnis zu achten, falls die Bienen außerhalb der Kreisgrenze kommen.

Bei Fragen stehen unsere Bienensachverständige zur Verfügung.

Februar

Haselnuss einer der ersten Pollenlieferanten

Haselnuss einer der ersten Pollenlieferanten

In unserer Region sind Januar und Februar die Wintermonate mit Kälte und Schnee. Bisher hatten wir aber eher März oder Aprilwetter, mit Polleneintrag und Räuberei. Unsere Völker haben größenteils durch gebrütet. Bei geschlossenen Böden lief Kondenswasser aus dem Flugloch.

Bei manchen Völker kann es vorkommen,das die Beute verkotet ist weil ihre Kotblase zu voll war. Von Außen sollten wir solche Zargen mit Seifenwasser reinigen und verkotete Waben austauschen.

Futterkontrollen müssen regelmäßig stattfinden, da ein brütendes Volk 2 bis 3 Kilo Futter pro Monat verbracht. Der kleine Temperatursturz im Januar hat nicht ausgereicht, unsere Bienen in die Wintertraube zu bringen, daher sollte bei Bedarf nachgefüttert werden, siehe dazu die Monatsbetrachtung Januar.

Bei den Kontrollgängen sollte das Fluglochgitter überprüft und gegebenfalls gereinigt werden, denn die toten Bienen können das Flugloch verstopfen. Tote Völker werden verschlossen und vom Stand entfernt, damit sich die räubernde Bienen nicht infizieren.

Im Februar sollte die Saisonvorbereitung anlaufen. Reinigen der Zargen und Rähmchen, sowie deren Reparatur. Planung des nötigen Materialbedarfes, denn der Fachhandel hat bei einem zeitigen Frühjahr nicht immer alles vorrätig bzw. die Lieferzeiten werden relativ lang.

Arbeiten im Januar

Alle Jahre wieder fängt das Jahr im Januar von vorne an. Was ist an den Bienen zu tun? Normalerweise nichts, nur ein Kontrollgang ,ob alles in Ordnung ist.  In diesem Winter nicht!  Bei den w

Traveler

Schneeglöckchen im Januar

armen Temperaturen, haben die meisten Völker, ob Carnica oder Buckfast durchgebrüttet. Das heißt, mehr Varroen und mehr Futterverbrauch. Das sollte in den nächsten Wochen überprüft werden. Wenn das Futter knapp sein sollte und keine Futterwabe vorhanden ist, kann man sich mit Futterteig helfen. Dieser sollte nah an den Bienensitz gebracht werden. Varroa Kontrolle ist auch nicht schlecht. Sollte ein erhöhter natürlicher Totenfall bemerkt werden, muss man noch einmal behandeln. Jetzt gibt es nur ein Mittel, was verwendet werden darf, die Milchsäure. Wir sprühen jede Wabe ein. Da die Bienenvölker nicht ganz Brut frei sind, können wir nur die Varroa verringern. Das soll uns klar sein! Was ist sonst in Januar zu tu, außer von vollen Honigräume zu träumen? Wenn noch nicht geschehen sollte,man die Honigräume für die nächste Saison fertig machen. Also Mittelwände einlöten oder sogar selber gießen. Es bietet sich jetzt an,in der ruhigen Jahreszeit, an Weiterbildungen teil zu nehmen oder sich mit anderen Kollegen austauschen. Wir Imker sollten mehr miteinander kommunizieren, also es den Bienen gleich tun. Dann würden viele Probleme nicht entstehen.

Varroabehandlung im Dezember

Bei vielen Völker war die Milbenzahlen in diesem Sommer erfreulich gering, die Winterbehandlung ist

trotzdem erforderlich!
Die Winterbehandlung, oder besser, die Behandlung brutfreier Völker, dient dazu, günstige Startbedingungen für die Bienenvölker zu schaffen. Es ist dabei wichtig, dass die Völker brutfrei sind. Eine Überprüfung der Brutfreiheit ist erforderlich. Eine kurze Kontrolle beeinträchtigt die Völker nur minimal, bewirkt aber eine deutlich höhere Sicherheit für den Behandlungserfolg!
Zum einen ist die Brutfreiheit, zum anderen aber auch der Sitz des Bienenvolkes ausschlaggebend für einen guten Behandlungserfolg.
Sitzen die Bienen noch nicht kompakt zusammengezogen in der Wintertraube, ist die Milchsäure das Mittel der Wahl.
Die Milchsäure wird im Sprühverfahren eingesetzt. Hier ist es wichtig, möglichst alle Bienen bei der Behandlung zu benetzen.
Dagegen sollte die Oxalsäure erst bei der zusammengezogen dichtsitzenden Wintertraube zum Einsatz kommen. Hier können verschiedene Verfahren angewendet werden, das Träufeln, das Verdampfen oder einsprühen. Bei allen verfahren wird eine 3% Oxalsäure Lösung erstellt. Bis zu den Weihnachtfeiertagen sollte man die Behandlung durchgeführt haben. Behandlung der Bienenvölker nur mit den zugelassenen Behandlungsmitteln!

Achtung für jede Varroa behandlung immer die passende Schutzkleidung benutzen, sonst überlebt die Varroa die Behandlung und der Imker nicht.

Weitere Info zur Varroabehandlung Oxalsäure

Arbeiten im November

Desinfektionswanne mit Soda befüllt

Desinfektionswanne mit Soda befüllt

Im November sollten alle Bienenvölker fit für den Winter sein und wir Imker und Bienenhalter uns durch Weiterbildung fit machen !!

Alle Fluglöcher müssen jetzt mit einem Mäusegitter oder Fluglochkeil gesichert sein. Eine Spitzmaus kommt über 6 mm in jedes Loch der Beute hinein. Die Deckel der Bienenkästen sollten mittels Steinen oder Drahtbügel vor den anstehenden Stürmen abgesichert werden. Falls lange Kälteperioden in den nächsten Monaten auf uns zukommen ist weiterhin ein Schutz gegen Spechte durch entsprechende Netze vorzubereiten.

Winterzeit bedeutet aber auch, mit den Arbeiten für das nächste Jahr zu beginnen.

Wenn noch nicht geschehen, werden alle alten Waben eingeschmolzen. Zargen und Rähmchen werden grob gesäubert und anschließend in einer 3% Soda Lösung  bei ca.60 Grad erwärmt und anschließend mit klarem Wasser abgespült. Dies ist auch mit einem Hochdruckreiniger möglich.

Ein entsprechender Behälter ist im Verein vorhanden.

Anschließend sollten die Zargen und Rähmchen gut trocknen. Alte oder  kaputte Teile sollten gleich erneuert sachgerecht entsorgt werden.

Für die normale Reinigung ist Soda zu empfehlen.Diese kann leicht über den Hauskanal entsorgt werden. Durch das  Säubern vermeidet man Brutkrankheiten, welche durch Sporen, Vieren oder Bakterien verbreitet werden. Wachsschmelzer und Desinfektion!

Das eingeschmolzene Wachs kann im Fachhandel eingetauscht oder im Rahmen der Vereinseintauschaktion in neue Mittelwände umgearbeitet werden.

Unsere Bienen im Oktober

überwinterte Maus

überwinterte Maus

Unsere Bienen im Oktober

 

  • Varroa Befallskontrolle
  • Mäuseschutz anbringen
  • Völkerbestand ordnen
  • Futterüberprüfung
  • Winterstärke abschätzen
  • Wachsarbeiten

 

Bei der Kontrollen der einzelnen Bienenvölker sollte der natürliche Varroatotenfall genau unter die Lupe genommen werden. Es gibt noch Völker mit hohem Totenfall.

Einige übergewichtige Völker haben gut geräubert und fremde Milben mit nach Hause genommen.

Mittels Nassenheider Professional Verdunster kann noch eine Behandlung erfolgen.

Laut unseren Instituten ist er der einzige Verdunster, welche auch noch bei niedrigern Nachttemperaturen wirkt.

Ansonsten muss jetzt schon über eine Winterbehandlung mittels Oxalsäure nachgedacht werden.

Im Laufe des Monats müssen Mäusegitter angebracht  oder in den Holzbeuten die kleinste Flugloch Stellung eingelegt werden.

Spitzmäuse kommen über 6 mm Breite immer ins Volk.

Auf Mäusefreiheit der Beuten ist zu achten.

Minniplus oder Ablegerbeuten brauchen auch einen Nagerschutz.

Kleine Völker unter 6 besetzten Bienenwaben oder unter 5000 Bienen ( falls es jemand genau ermitteln möchte) sollten über einen Zwischenboden starken Völker aufgesetzt oder mit anderen Ablegern vereinigt werden.

Falls jetzt noch nicht ausreichend Winterfutter eingelagert wurde, deutet dies immer auf ein Volksproblem hin. Entweder ist die Weisel krank, alt , durch eine unbegattete Königin vom Bienenvolk ersetzt worden , eine Erkrankung durch Viren oder ein hoher Milbendruck liegt vor.

Zur Not kann man noch mittels Futtertasche oder mit einer Schale im Boden füttern. Die Bienen sitzen bei kalten Temperaturen und geringer Volksstärke nachts schon in der Wintertraube.

 

Sobald sich ein Zeitfenster ohne Bienenflug ergibt kann mit dem Aussschmelzen der

Waben begonnen werden. Unsere verschiedenen Geräte stehen den Vereinsmitgliedern nach Absprache zur Verfügung.

 

Josef Louis

Monatshinweis September

Im Monat September sollten die Maßnahmen zur Ein- und Überwinterung der Völker abgeschlossen werden.,d.h., die Honigernte ist im Keller, Langzeitbehandlung gegen Varroose  sowie Einfütterung sind erledigt.  Danach beginnen die Völker mit der Aufzucht der Winterbienen. Diese sollten nicht mehr als nötig mit (unnützen) Arbeiten wie Einlagerung und Bearbeiten des Winterfutters belastet werden.

In unserem Verein wird überwiegend ein Stärkesirup verwendet, mit dem die Bienen bei Einfütterung von ca. 16 kg gut „über den Winter“ kommen. Es können immer noch die Königinnen ausgetauscht werden, wenn erforderlich, oder ein schwächelndes Volk durch Aufsetzen über einer Zeitung mit einem Starken vereinigt werden. Die kleiner als 6 Brutwaben sollte kein Volk sein, alles was kleiner ist sollte auf gelöst werden, denn es hat keine chance zu überwintern.

Die Bienenvölker verbrauchen in der Regel bei Brut 2 kg, ohne Brut 1 kg pro Monat. Während der kommenden „Winterruhe“ sollte der Futtervorrat überprüft werden. Damit sollte man zumindest einmal nach Abschluss der Einfütterung beginnen, da dann eine mögliche „stille“ Räuberei noch korrigiert werden kann.  Zur Überprüfung eignet sich eine Federzugwaage, mit der die Beute einseitig hochgezogen wird. Die hierzu benötigten Vorrichtungen sind einfach selber herzustellen.

Eine zweizargige Beute mit Varioboden und Bienen wiegt etwa 17 kg. D.h., dass man nach Einfütterung unter Hinzurechnung von Pollenvorräten mit 35 kg Gesamtgewicht auf der sicheren Seite ist. Bei einseitiger Wägung sollte die Waage etwa 17 – 18 kg anzeigen. Die Beute sollte dabei nicht weit vom Boden abgehoben werden, um das Gewicht nicht allzusehr auf die verbleibenden „Standbeine“ zu verlagern.

 

Monatsbeitrag August 2015

Traveler

Traveler

Im August und September werden die Grundlagen für das nächste Bienenjahr gelegt.

Nach der Abschleuderung sollten alle Völker und Ableger 5 bis 7 Kilo Futter bekommen. Maisstärke oder Futterrübensirup haben sich bestens bewährt und werden zügig eingelagert.

Für Futterteige brauchen die Bienen viel Zeit und sind daher für einige zügige Varrose  Dezimierung nicht geeignet.

Sobald die Futterzargen oder Eimer geleert sind, muss die Behandlung erfolgen.

 

Dazu ist es wichtig Bodenschieber oder Pappstreifen in den Boden zu legen. Nur so kann eine Überprüfung der Wirksamkeit unserer Behandlungsmethode erfolgen.

Bestens bewährt hat sich bei Ameisensäure das Schwammtuch verfahren. Dabei werden pro Wabe 2ml gekühlte Säure auf ein Küchentuch aufgetragen und oben auf die Rähmchen gelegt. Ausschlaggebend ist das Raumvolumen der Beute. Also 20 ml bei einer Zarge und 40ml bei 2 Zargen.

Sicher verdunstet bei jedem Wetter der Nassenheider Professional Verdunster.

Dieser wird in einer Leerzarge oben aufgesetzt.

Falls kein akuter Behandlungszwang besteht wirken auch Thymol Produkte, da die Wirksamkeit erst nach 10 bis 14 Tage einsetzt. Als Vorschlag ist hier Api Life Var oder Thymovar einsetzbar.

Nach der ersten Behandlung können die Bienen weiter aufgefüttert werden.

In unserer Gegend haben sich 15 Kilo Sirup als ausreichend herausgestellt.

Für die zweite Gabe kann dann auch Futterteig oder eine selbst hergestellte Zuckerlösung  (im Verhältnis 3 Kilo Zucker auf 2 Liter Wasser) verwendet werden.

Wichtig ist die gute Futterabnahme. Falls diese stockt, muss das Volk kontrolliert werden. In der Regel ist die Königin alt, krank, nicht ausreichend begattet oder das Volk hat eine zu Hohe Varroa Belastung.

Sichere Zeichen sind räubernde Bienen und Wespen.

 

 

 

 

Monatsbeitrag Juli 2016

Durch dauerhaften Regen ist die Lindenblüte bald vorbei, nach der Lindenblüte ist das Bienenjahr in unseren Region vorbei. In diesem Jahr dürfte der Honigertrag zumindest bei der bevorstehenden Sommerernte überdurchschnittlich schlecht sein durch Regen. Der Höchststand der Volksentwicklung ist jedoch erreicht, Zu- und Abgang an Bienen halten sich gerade noch die Waage. Nur die Ableger legen noch bezüglich der Individuenzahl kräftig zu, bei guter Fütterung. Sie sollten bis zur Einwinterung mindestens 6 Wabengassen belagern, ansonsten kann man sie mit schlupfreifen (bienenfreien) Brutwaben aus anderen Völkern jetzt noch verstärken.

Es sollte immer noch auf Anzeichen für Schwarmtriebigkeit geachtet werden und diese durch geeignete Maßnahmen verhindern. Eine wöchentliche Kontrolle (spätestens alle 9 Tage) ist immer noch angesagt. Darüber hinaus sind die Gerätschaften für die Sommerernte vorzubereiten, Futtergeschirre zu säubern und bereitzuhalten und in diesem Zusammenhang natürlich auch die Beschaffung des Winterfutters und der Varroose-Behandlungsmittel zu planen bzw. einzuleiten. So wie es aus sieht wird der Sommer nicht den erwarteten Honig bringen wie das Frühjahr.

1 2 3