Monatsbetrachtung April 2018

Mit Beginn des Monats haben wir die ersten frühlingshaften Temperaturen.

Durch den Eintrag von Pollen sind die Bienenvölker nun in der Lage, große Brutflächen anzulegen.

Auch vermeintlich schwache Völker explodieren jetzt in ihrer Entwicklung. Voraussetzung ist eine gute

Futterversorgung und eine gute Isolierung der Beuten.

Der April macht was er will, das alte Sprichwort gilt immer noch.

Durch starke Temperaturschwankungen haben unsere Bienenvölker Probleme, das Brutnest

ausreichend zu wärmen. Tagsüber teilweise über 20 Grad, Nachts Temperaturen Richtung

Gefrierpunkt.

Der Wechsel von Winter auf Sommerbienen ist noch nicht vollzogen.

Die Alten Bienen mobilisieren ihre letzen Reserven, um die Brut heran zuziehen.

Jetzt sollten ausreichend Honigräume zur Verfügung stehen. Mit dem aufblühen der Kirsche können

diese aufgesetzt werden.

 

Auf dem Bild stehen die Völker Ende April 2017 schon auf 2 Honigraumzargen.

 

In der Brutraumzarge wird an vorletzter Stelle eine Drohnenwabe gehängt, ggf. mit einer Mittelwand

als Abschluss. Ansonsten werden verschimmelte oder alte Waben entfernt und durch neue Waben

oder Mittelwände ersetzt. Dabei wird das Brutnest nicht angetastet.

Wer außerhalb des eigenen Kreises wandern will, benötigt ein Gesundheitszeugnis. Die nötigen

Futterkranzproben werden von den Bienensachverständigen gezogen und die Proben anschließend

zum Bieneninstitut nach Mayen oder zum Labor nach Krefeld geschickt. Diese Untersuchung dauert 2 bis 3 Wochen. Vom Veterinäramt Heinsberg, Aachen oder Düren je nach Wohnort, wird dann auf dieser

Grundlage ein Gesundheitszeugnis ausgestellt.

An Außenständen muss eine Adressangabe angebracht werden und ggf. eine Kopie des Gesundheitszeugnisses. Bei einer Wanderung in einen anderen Kreis ist das zuständige Veterinäramt zu informieren.

Für die weitere Planung sollten pro Volk mindestens 2 Honigraumzargen bereit stehen.

Der Sperrbezirk In Wegberg ist noch nicht aufgehoben, jedoch sind alle betroffenen Bienenstände

Anfang April beprobt worden. Nähere Informationen findet man auf der Internetseite des Kreises

Heinsberg.

Monatsbetrachtung März 2018

Ende Februar setzte endlich eine Frostperiode ein, welche sich bis Anfang März fortsetzte.

Danach beginnt endlich der lang erwartete Frühling.

Leider sind Schneeglöckchen und teilweise Krokus erfroren, sodass die erste Pollenspender ausgefallen sind.

Mit Beginn der Weidenblüte kommen nennenswerte Pollen und der erste Honig ins Bienenvolk.Damit beginnt eine großflächig angelegte Brutphase.

Die alten Winterbienen werden durch junge Immen ersetzt. Das Volk durchlenzt.

Unsere Völker sollten auf Futter kontrolliert werden, der Boden gereinigt und die Mäusegitter herausgenommen werden.

Verkotete Waben müssen herausgenommen werden. Schwache Völker können auf einen Raum eingeengt oder über ein starkes Volk aufgesetzt werden.

Wanderimker können schon jetzt nach geeigneten Plätzen ausschau halten.

Ein Blick auf die TSIS – TierSeuchenInformationsSystem  gibt einen Einblick auf aktuellen Sperrbezirke im gesamten Bundesgebiet.

Bei Wanderungen aus dem Kreisgebiet heraus ist ein Gesundheitszeugnis zwingend erforderlich.

Futterkranzproben werden durch Michael Wölfel, Jo Beckers und Josef Louis in den nächsten Wochen gezogen.

Bei Wanderungen sind die  Sperrgebiete im Kreis Heinsberg zu beachten. Ein heraus oder hereinwandern ist nicht erlaubt.

Laut Dr.Vossen, vom Kreis Veterinäramt Heinsberg, werden die Nachuntersuchungen im Laufe des Monats März durchgeführt und der Sperrbezirk aufgehoben.

Problematisch stellt sich zur Zeit der Kauf von Mittelwänden dar. Man sollte nur bei Imkerfachgeschäften Wachs kaufen, welche eine Analyse mitsenden können. Kohlenwasserstoffgehalte von 14 % sind in Ordnung. Höhere Werte weisen auf eine Verfälschung mit Stearin oder Paraffin hin.

Monatsbetrachtung Februar 2018

Das Sturmtief Friederike traf unseren Lehrbienenstand in Braunsrath. Gott sei Dank konnten die betroffenen Beute wieder aufgestellt und weg geflogene Deckel wieder aufgelegt werden.

Die Bienen haben es überlebt. Der ein oder andere Stand wurde durch herab stürzende Bäume ebenfalls beschädigt.

Dieser „Winter“ stell alle bisherigen imkerlichen Erfahrungen in den Schatten. Seit November kein wirklicher Forst, dafür Dauerregen. Stände und Zufahrtswege sind nur noch unter erschwerten Bedingungen erreichbar.

Unsere Bienen kommen nicht zur Winterruhe. Teilweise blühen Haselnuss, Schneeglöckchen und Gänseblümchen. Die Weide hat schon starkt ausgetrieben. Welche Auswirkungen das Wetter auf unsere Frühjahrstracht hat, bleibt abzuwarten.

Die ersten Pollenspender im Vorgarten des Bienenstandes

Aktuell sollten Futter Kontrollen, durch leichtes Ankippen der Beute, erfolgen. Falls einige Völker zu leicht erscheinen , können Waben von straken Völker umgehängt werden.

Ansonsten laufen die Vorbereitungen für die neue Saison.

Reinigen der Beuten und Rähmchen, Waben einschmelzen, Begattungskästchen vorbereiten.

Weiterhin sollte man sich einen Materialüberblick verschaffen. Jetzt bestellte Ware ist rechtzeitig einsatzbereit,

Wachsumtausch findet im Verein ab März statt. Wir haben mit der Imkerei Geller eine Firma, welche ab 80 KG eigenes Wachs umarbeitet. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Wer lediglich sein Altwachs eintauschen möchte, sollte Mittelwände nur mit einer Analyse kaufen. 

In den vergangenen Jahren wurde zuviel Paraffin oder ähnliche Stoffe den Wachs beigemischt.

Ein Kohlenwasserstoff von 14 bis 16 % weist ein reines Bienenwachs aus.

Zur aktuellen Faulbrut Situation liegen noch keine weiteren Meldungen vor. Erst ab März/April werden weitere Untersuchungen durch das Veterinär Amt angeordnet werden.

Der zuständige Tierarzt des Kreises Heinsberg, Dr. Vossen, ist mittlerweile Im Prüfungsausschuss des Imkerverbandes Rheinland für neue Bienenseuchensachverstände.

 

 

 

Monatsbetrachtungen September 2017

Der August und der bisherige September waren durch Regen und Kälte geprägt.

Gründünger Felder, Springkraut, Spargel oder andere Spätblüher konnten nicht befolgen werden.

Unsere Völker haben daher mehr Futter verbraucht. Eine Gewichtskontrolle ist zwingend notwendig. Die Fluglöcher sollten klein gehalten werden, einzige Ausnahme während der Ameisensäure Behandlung!!

60% Ameisensäure kann nicht ausreichend gewirkt haben. Daher im Laufe des Monates den natürlichen Milbenfall kontrollieren. Ein jetzt noch wirksames Mittel ist das Varroagate von Bayer, welches unter den Namen Polyvar in jeder Apotheke zu bekommen ist. Dabei werden imprägnierte Plastikstreifen mit Schlupflöchern vor das Flugloch mittels Reiszwecken befestigt. Beim Durchschlüpfen neben die Bienen den Wirkstoff auf und die Varroa stirbt ab. Kosten für 5 Völker ca 28 Euro.

Ansonsten bekommt man im Fachhandel noch Maqs also Bienenfutter mit Ameisensäure versetzt, welches als kleines Paket aufgelegt wird, zu einem ähnlichen Preis.

Oxalsäure folgt dann im brutfreien Zustand im Dezember oder Januar.

Also lieber jetzt noch mal eine Futtergabe verabreichen, als verhungerte Völker im zeitigen Frühjahr.

Durch die kursierende Faulbrut empfehle ich ausreichend füttern, kleines Flugloch und Beuten/Waben Hygiene,

Im Verein haben wir einen Kleinwachsschmelzer für ca. 8 Waben, welcher mittels eines Tapetenbedampfer über Strom betrieben wird, einen großen Schmelzer mit Gas für 14 Waben oder größere Schmelzer. Diese haben Josef Louis oder Peter Kohlen. Bei Bedarf kann darauf zurück gegriffen werden.

Seit bitte vorsichtig beim Kauf von alten oder gebrauchten Material oder Bienen. Ohne Gesundheitszeugnis kein Kauf und nehmt einen erfahrenen Imker, am Besten einen Bienensachverständigen.

Josef Louis

 

 

 

Montasbetrachtungen Mai 2017

Liebe Imkerfreunde

der Monat Mai hat uns bis jetzt zur Verzweifelung gebracht.

Kalt, Regen, Frostnächte, welche unsere Obstblüte massig schädigten und Temperaturen bis 25 Grad.

Die Akazie und die Walnuss sind beim Austrieb erfroren.

Diese Wetterlage konnte niemand vorhersagen.

Einige Imker haben keinen Honig geerntet, die Völker haben sich einfach nicht entwickelt. Andere haben volle Honigräume.

Bei der wöchentlichen Nachschau sollten alle Pollen und Honigwaben nach oben gehängt werden. Unsere Königinnen brauchen Platz. Bei Schwarmstimmung reicht es nicht Mittelwände zu geben, man sollte ausgebaute, helle Waben ans Brutnest schieben und gedeckelte Brutwaben in den Honigraum hängen.

Viele Königinnen Züchter beginnen jetzt erst mit der Zucht, die Belegstellen schieben die Eröffnung nach hinten. Also nicht verzweifeln, die Anderen sind auch nicht besser.

Jetzt aber zu positiven, mit dem Ende der Rapstracht sollte geschleudert werden.

 Jana Schippers hilft Opa Hubert bei der Ernte im perfekten Outfit

 

Wichtig ist hierbei eine Kontrolle des Wassergehaltes, viele haben einen Refraktometer, die anderen müssen nur im Verein fragen und sich ihren Honig messen lassen.

Beim Schleudern sollte der  allerhöchstes Hygiene Maßstab gesetzt werden. Bei Fragen steht unser Honigsachverständiger Jo Beckers, sowie alle Vorstandsmitglieder zur Verfügung.

Ein Beispiel ist das oben eingeblendete Bild im Schleuderraum Hubert Hendelkens in Gereonsweiler.

 

Januar 2017

Liebe Imker Freunde

 

Leider beginnt das neue Jahr mit einer Meldung des Veterinäramtes Heinsberg, wonach die amerikanische Faulbrut Einzug im Kreis Heinsberg gehalten hat.

Nachfolgend der Text des Kreises Heinsberg, damit ihr nicht lange suchen müsst. Alles in Fettschrift.

Der Link zur Original Seite nachfolgend eingefügt, da ist auch eine Karte des betroffenen Gebietes hinterlegt.

Aktuelle Informationen zur Amerikanischen Faulbrut

In einem Bienenbestand in Heinsberg-Oberbruch besteht der Verdacht einer Infektion mit dem Erreger der „Amerikanischen Faulbrut“. Die amerikanische Faulbrut ist eine Erkrankung der Bienenbrut (Apis mellifera L.). Sie ist höchst ansteckend und wird durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae larvae hervorgerufen.

Der Erreger der Amerikanischen Faulbrut ist für den Menschen ungefährlich. Die Infektion eines Bienenvolkes mit dem Erreger hat keine Auswirkung auf die Verzehrsfähigkeit von Imkereiprodukten. 

Weil die Seuche so hoch ansteckend ist und Bienenvölker in ihrem Bestand gefährdet, ist eine Bekämpfung der Ausbreitung der Seuche dringend geboten. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hat den betroffenen Bienenbestand gesperrt und weitere Untersuchungen angeordnet. Darüber hinaus hat es vorsorglich ein Gebiet mit einem Radius von 1 km um das betroffene Bienenvolk als gefährdetes Gebiet (Karte siehe Dokumente) ausgewiesen und angeordnet, dass alle Bienenvölker im gefährdeten Gebiet amtlich auf den Erreger der „Amerikanischen Faulbrut“ untersucht werden. Diese Untersuchungen wie auch die weitergehenden Untersuchungen im betroffenen Bestand können erst mit Beginn der Flugzeit der Bienen im nächsten Frühjahr durchgeführt werden. Bis dahin bittet das Veterinäramt als vorbeugende Maßnahme den Austausch von Bienen, Bienenvölkern und sämtlichem Imkereizubehör auf das absolut notwendigste Maß zu beschränken und die allgemeinen Vorbeugemaßnahmen zu beachten. Da die Gefahr der Verbreitung der Bienenseuche auch von leerstehenden Bienenwohnungen ausgeht, bittet das Veterinäramt darum, ihm leerstehende Bienenwohnungen unter der Ruf-Nummer 02452/13-3902 zu melden. Weitergehende Auskunft zur „Amerikanischen Faulbrut“ erteilt das Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamt unter derselben Nummer.

Stand: 13. Januar 2017 

Zur weitern Information wurden aus der Tierseuchenkasse des Landes NRW 24 Futterkranzproben bewilligt, auf Grund des Faulbrutbezirkes 2016 in Jülich Koslar, konnten weitere 10 kostenlose Proben beantragt werden. Von diesen 34 Proben war lediglich die in Oberbruch so stark belastet, dass der Kreis zu den oben genannten Maßnahmen gegriffen hat.

Jeder Imker kann sich weiterhin beim Veterinäramt melden, dort seine Stände und Bienenvölker melden ,auf Wunsch leitet der Kreis dann diese Angaben an die Tierseuchenkasse NRW weiter. Dies kann aber jeder Imker selber entscheiden.

 

 

Vorne zu unten auf

k-20161007_085120Unsere Bienen im Oktober

Varroa Befallskontrolle
Mäuseschutz anbringen Fluglochkeil oder Gitter und den Bodenschieber entfernen
Völkerbestand ordnen
Futterüberprüfung
Winterstärke abschätzen
Wachsarbeiten

Bei der Kontrollen der einzelnen Bienenvölker sollte der natürliche Varroatotenfall genau unter die Lupe genommen werden. Es gibt noch Völker mit hohem Totenfall.

Einige übergewichtige Völker haben gut geräubert und fremde Milben mit nach Hause genommen.

Mittels Nassenheider Professional Verdunster kann noch eine Behandlung erfolgen.

Laut unseren Instituten ist er der einzige Verdunster, welche auch noch bei niedrigern Nachttemperaturen wirkt.

Ansonsten muss jetzt schon über eine Winterbehandlung mittels Oxalsäure nachgedacht werden.

Im Laufe des Monats müssen Mäusegitter angebracht oder in den Holzbeuten die kleinste Flugloch Stellung eingelegt werden.

Zum Ende des Monats sollte mann den Bodenschieber heraus nehmen. Dadurch bemerken die Bienen kältere Temperaturen besser und gehen hoffentlich langsam aus den Brutmodus, damit eine Winterbehandlung durchgeführt werden kann.

Beim offenen Boden überwintern die Bienen trockener und es gibt keine verschimmelten Randwaben.

Spitzmäuse kommen über 6 mm Breite immer ins Volk.

Auf Mäusefreiheit der Beuten ist zu achten.

Minniplus oder Ablegerbeuten brauchen auch einen Nagerschutz.

Kleine Völker unter 6 besetzten Bienenwaben oder unter 5000 Bienen ( falls es jemand genau ermitteln möchte) sollten über einen Zwischenboden starken Völker aufgesetzt oder mit anderen Ablegern vereinigt werden.

Falls jetzt noch nicht ausreichend Winterfutter eingelagert wurde, deutet dies immer auf ein Volksproblem hin. Entweder ist die Weisel krank, alt , durch eine unbegattete Königin vom Bienenvolk ersetzt worden , eine Erkrankung durch Viren oder ein hoher Milbendruck liegt vor.

Zur Not kann man noch mittels Futtertasche oder mit einer Schale im Boden füttern. Die Bienen sitzen bei kalten Temperaturen und geringer Volksstärke nachts schon in der Wintertraube.

Sobald sich ein Zeitfenster ohne Bienenflug ergibt kann mit dem Aussschmelzen der

Waben begonnen werden.

Monatshinweis September

Im Monat September sollten die Maßnahmen zur Ein- und Überwinterung der Völker abgeschlossen werden.,d.h., die Honigernte ist im Keller, Langzeitbehandlung gegen Varroose sowie Einfütterung sind erledigt. Danach beginnen die Völker mit der Aufzucht der Winterbienen. Diese sollten nicht mehr als nötig mit (unnützen) Arbeiten wie Einlagerung und Bearbeiten des Winterfutters belastet werden.

In unserem Verein wird überwiegend ein Stärkesirup verwendet, mit dem die Bienen bei Einfütterung von ca. 16 kg gut „über den Winter“ kommen. Es können immer noch die Königinnen ausgetauscht werden, wenn erforderlich, oder ein schwächelndes Volk durch Aufsetzen über einer Zeitung mit einem Starken vereinigt werden. Die kleiner als 6 Brutwaben sollte kein Volk sein, alles was kleiner ist sollte auf gelöst werden, denn es hat keine chance zu überwintern.

Die Bienenvölker verbrauchen in der Regel bei Brut 2 kg, ohne Brut 1 kg pro Monat. Während der kommenden „Winterruhe“ sollte der Futtervorrat überprüft werden. Damit sollte man zumindest einmal nach Abschluss der Einfütterung beginnen, da dann eine mögliche „stille“ Räuberei noch korrigiert werden kann. Zur Überprüfung eignet sich eine Federzugwaage, mit der die Beute einseitig hochgezogen wird. Die hierzu benötigten Vorrichtungen sind einfach selber herzustellen.

Eine zweizargige Beute mit Varioboden und Bienen wiegt etwa 17 kg. D.h., dass man nach Einfütterung unter Hinzurechnung von Pollenvorräten mit 35 kg Gesamtgewicht auf der sicheren Seite ist. Bei einseitiger Wägung sollte die Waage etwa 17 – 18 kg anzeigen. Die Beute sollte dabei nicht weit vom Boden abgehoben werden, um das Gewicht nicht allzusehr auf die verbleibenden „Standbeine“ zu verlagern.

Monatshinweise August 2016

Blatthonig im Sommer 2ß016

  Blatthonig im Juli 2016 von Ines Marx

 

 

Im August wird die Grundlage für das Imkerjahr 2017 gelegt.

 

Zunächst sollten wir unsere Völker abschleudern. Da ist jeder Imker gefordert seine Bienen genau zu beobachten. Falls noch Blatthonig, wie im oberen Bild zu sehen, eingetragen wird, warten wir bis Mitte des Monats mit der Schleuderung. Beim Ernten können schon alle alte Waben und Drohnenrahmen herausgenommen werden. Diese werden durch ausgeschleuderte helle Waben ersetzt.

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Jana Schippers bei der Honigernte

Alle alten Waben sollten verschlossen aufgewahrt und so schnell wie möglich eingeschmolzen werden.

So hat die Wachsmotte keine Chance.

 

Falls jedoch schon Varrose Schäden zu erkennen sind, muss sofort abgeschleudert werden. Danach ist eine sofortige Futtergabe notwendig. Nur so beruhigen sich unsere Bienen und geraten nicht in Panik mangels fehlendem Wintervorrat. Ich empfehle mit ca. 5 Liter Flüssigsirup alle Völker eines Standes an zu füttern. Anschließend muss eine Varrose Behandlung erfolgen.

Man kann die Völker durch eine Brutscheune sanieren. Das heißt, das alle Brutwaben in separate Beuten gehängt werden. Pro Wabe sollte eine Handtellergroße Bienenmasse mit hinzu gegeben werden. Nach dem Schlupf können die Bienen mit Milchsäure behandelt und zu Ablegern oder Kunstschwärmen weiter verarbeitet werden.

Falls ausreichend starke Völker vorhanden sind und noch begattete Königinnen zu Verfügung stehen, ist jetzt die Beste Zeit Fluglinge zu erstellen.

Dabei wird auf dem Boden der Beute eine neue Zarge mit ausgeschleuderten Honigwaben und einer Königin im Ausfresskäfig gestellt. Deckel drauf und den Rest des Volkes auf einem neuen Boden einige Meter weiter verstellen. Alle Flugbienen fliegen zum alten Standplatz zurück und bilden dort ein neues Volk ohne von den Altlasten der Brut betroffen zu sein.

Alle anderen Völker werden mit Ameisensäure Verdampfer behandelt. Am Besten hat sich der Nassenheider Professional bewährt, da dieser auch bei niedrigen Temperaturen ausreichend Säure verdunstet. Der Liebig Dispensator funktioniert nur zwischen 20 und 30 Grad.

Beim Umgang mit Ameisensäure oder auch Milchsäure müssen unbedingt Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille getragen werden. Für den Notfall sollte immer Wasser und Backpulver (Natron) in Griffnähe sein. Mittels Natron wird die Ameisensäure neutralisiert, ansonsten frisst sie sich weiter in der Haut ein, abwaschen alle funktioniert nicht. Ich kann das aus leidvoller eigener Erfahrung wirklich empfehlen.

Nach erfolgter Behandlung kann in Ruhe weiter gefüttert werden.

Ich weise auf unsere Veranstaltung hin:

Termin 5: 7. August  2016 bei Michael Wölfel Lehrbienenstand in Braunsrath ab 10 Uhr

Varroabehandlung welche und wie?

Jeder kann kommen, auch nicht Vereinsmitglieder

 

Monatshinweise Juli

Der gesamte Juni und der Julianfang waren bisher durch dauerhaften Regen geprägt. Mit dem Ende der Lindenblüte endet in der Regel auch das Honigjahr. Springkraut, Faulbaum und vielleicht einige regenfeste Lauspopulationen bringen noch etwas Honig ein. In der Regel reicht es Ende Juli nur noch für den Eigenbedarf der Bienenvölker.

Hinweise auf einzelne Trachtage können wir ja mittlerweile auf der Bienenstockwage des KIV-HS per Mausklick erkennen.

Im Juli werden Altvölker wieder kleiner und nur gut gefütterte Ableger legen bezüglich der Individuenzahl kräftig zu.

Ein wichtiges Augenmerk gilt unseren Aufzeichnungen. Schlechte Bienenköniginnen sollten ausgetauscht werden. Dies geschieht durch einen aufgesetzten Ableger oder durch Fluglinge.

Durch verstellen der Beute fliegen die meisten Flugbienen zur alten Stelle zurück. Dort wird eine neue Beute mit hellen Waben und einer Königin aufgestellt. Wie ein normaler Schwarm bildet sich dort in relativ kurzer Zeit ein neues Volk. Das alte Volk kann anschließend saniert und wieder vereinigt  oder mit einer neuen Weisel versehen werden.

Darüber hinaus sind die Gerätschaften für die Sommerernte vorzubereiten, Futtergeschirre zu säubern und bereitzuhalten und in diesem Zusammenhang natürlich auch die Beschaffung des Winterfutters und der Varroose-Behandlungsmittel zu planen bzw. einzuleiten. So wie es aus sieht wird der Sommer nicht den erwarteten Honig bringen wie das Frühjahr.

Futterbestellung ist in unserem Verein Teamarbeit. Sammelbestellungen werden wieder getätigt und zu einem guten Preis eingekauft. Falls bisher noch nicht geschehen, sollte der Bedarf an die Vorstandsmitglieder oder beim Anfängerkurs gemeldet werden. Der Transport wird wieder in verschiedenen Touren stattfinden.

Im Kreis Düren (Jülich Koslar)  und in der Städteregion Aachen ist die bösartige meldepflichtige Faulbrut ausgebrochen. Beim geringsten Verdacht sollten unsere Bienensachverständige informiert werden.

Nochmals der Hinweis  !!

 

Alle Bienenhalter müssen sich bei der Tierseuchenkasse NRW melden. Das Formular ist unter Links zu finden.

 

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